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PDCAAS-Wert von Proteinquellen

Der PDCAAS-Wert von Proteinarten

Protein ist bekanntlich der Baustoff, aus dem der Körper eigene Zellen bilden kann. Zu diesen Zellen gehören selbstverständlich auch Muskelzellen. Demzufolge musst Du Dich proteinreich ernähren, wenn Du schnellstmöglich Muskelmasse aufbauen möchtest. Wie bei allen Dingen des Lebens gilt aber auch hier, dass es nicht nur auf die Quantität, sondern vor allem auf die Qualität ankommt. Aus diesem Grund haben sich im Laufe der Zeit gleich mehrere Methoden zur Qualitätsbestimmung von Proteinen etabliert. Die Bekanntesten unter ihnen beziehen sich dabei auf den biologischen Wert beziehungsweise die Biologische Wertigkeit (BW) (Erklärung siehe unten) und den sogenannten PDCAAS-Wert.

Was ist der PDCAAS-Wert?

Der PDCAAS-Wert ist eine Qualitätsangabe, die im Gegensatz zu vielen anderen Bewertungsangaben sogar von der WHO (Weltgesundheitsorganisation), der FAO (Food and Agriculture Organisation of the United Nations) und der amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) als zulässig anerkannt wird. Ehrenhafter Grundgedanke des PDCAAS-Bewertungssystems war, die bestmöglichen Proteinquellen für unterernährte Kinder zu finden.

Die Abkürzung PDCAAS steht für Protein Digestibility Corrected Amino Acid Score. Ausschlaggebend für diesen Score oder eben Wert ist dabei zum einen der tatsächliche Aminosäuregehalt einer Proteinquelle in Relation zum Aminosäurebedarf des Menschen und zum anderen die Verdaulichkeit der enthaltenen Aminosäuren. Was auf Anhieb sehr sinnvoll erscheint, muss in Hinsicht auf hart trainierende Athleten, die auf einen ebenso raschen wie nachhaltigen Muskelaufbau bedacht sind, aber leider relativiert werden.

Der Grund für besagte Relativierung liegt schlicht und einfach darin, dass der PDCAAS-Wert gemäß seines ihm angedachten Zweckes auf dem Bedarf und der Verdauung von kleinen Kindern im Alter von zwei bis fünf Jahren basiert, weshalb er in Bezug auf die Proteinqualitätsansprüche eines Erwachsenen und vor allem eines ambitionierten Sportlers nur von bedingter Aussagekraft ist.

Ungeachtet dessen nimmt der PDCAAS-Wert mit jeder essenziellen Aminosäure, die einer Proteinquelle gänzlich fehlt oder nur in geringer Menge vorkommt, ab, ganz gleich, welche Relevanz diese Aminosäure für den Aufbau und Erhalt imposanter Muskelmasse hat. Hinzukommt, dass sich neben essenziellen Aminosäuren auch nicht essenzielle und semi-essenzielle Aminosäuren auf den Muskelaufbau auswirken können, aber beim PDCAAS-Wert dennoch nicht berücksichtigt werden.

Der PDCAAS-Wert von Proteinquellen

Ein PDCAAS von 1 ist der höchste und 0 der niedrigste Wert. Die Tabelle zeigt die Bewertung von ausgewählten Lebensmitteln.

Protein PDCAAS
Eiweiß (Eiklar) 1,00
Molke (Whey bzw. Wheyprotein) 1,00
Casein (Milcheiweiß) 1,00
Sojaprotein 1,00
Mykoprotein (pflanzlich) 0,99
Rindfleisch (Rinderprotein) 0,92
Kichererbsen 0,78
Früchte 0,76
schwarzen Bohnen 0,75
Gemüse 0,73
andere Hülsenfrüchte 0,70
Getreide und Derivate 0,59
Erdnüsse 0,52
Vollkorn 0,42

Was versteht man unter der biologischen Wertigkeit von Proteinen?

Die biologische Wertigkeit bezieht sich auf die Nitrogenabsorptionsrate und die Nitrogenretentionsrate, also gewissermaßen den Abbau und Wiederaufbau von Proteinen. Ausschlaggebend für die Wertigkeit ist dabei, wie hoch die Stickstoffretention verzehrter Proteine ist und wie viel endogenes Protein der Körper aus dem retinierten Stickstoff akkumulieren kann. Vereinfacht erklärt könnte man sagen, dass der muskelaufbauende Effekt eines Proteins mit dessen biologischer Wertigkeit zunimmt.

Das Problem ist nur, dass bei der biologischen Wertigkeit einige durchaus entscheidende Punkte völlig außer Acht gelassen werden. So sagt der biologische Wert zum Beispiel nichts über die tatsächliche Verdaulichkeit oder Absorptionseigenschaft eines Proteins aus.

Außerdem bleibt zu bedenken, dass der Körper retinierten Stickstoff nicht bloß für die Muskelproteinsynthese nutzt, sondern zum Beispiel auch für die endogene Bildung sogenannter Stoffwechselproteine heranzieht. Davon abgesehen wird ein Teil des Stickstoffs auch einfach von der Leber absorbiert. Demzufolge werden nicht ausnahmslos alle verzehrten Proteine direkt in Muskelprotein beziehungsweise Muskelmasse umgewandelt.

Fazit

Wie Du siehst, kann man nicht per se sagen, dass nun der PDCAAS-Wert oder doch die biologische Wertigkeit mehr Aufschluss über die tatsächliche Qualität eines Proteins gibt. In Bezug auf den reinen Muskelaufbau solltest Du Dein Augenmerk aber dennoch ganz klar auf die biologische Wertigkeit legen.

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